Dany Keller Galerie

 

Peter Mell

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Konkret und abstrakt, Wohnzimmerwände füllend oder kaum schulheftgroß sind seine Arbeiten, über denen geheimnisvolle Schwärze lastet. Die Einteilung in Schaffensphasen hat Peter Mell überwunden. An die Stelle ist die Gleichzeitigkeit der Ausdrucksmittel getreten.

In den 80ern machte er mit Bildern Furore, die den Menschen aus den Zwängen und Verboten des Gemeinschaftslebens herauslösen wollten. Die Sexualität wird zum Inbegriff einer Befreiung des Menschen, und Mell kleidet sie nicht in geschmackvoll-blutleere Metaphern.

In den 90ern entstehen Arbeiten, die sich der raschen Etikettierung verweigern, in Wahrheit aber ein Leben ohne Zwänge weiterhin zum Ziel haben. Darüber wird sein Werk unabsehbar vielfältig. Sein Blick wird durchlässig für die Phänomene des Alltags. Dort wo er gegenständlich arbeitet wird Stadt-Architektur zum Spielmaterial. Wie Legosteine greift er einzelne Gebäude heraus und setzt sie in Zusammenhänge, die den Gesetzen der Wirklichkeit bewusst widersprechen. Möglichkeiten schaffen! so scheint auch das Motto von Mells Fotoarbeiten zu lauten. Er fotografiert Schaufensterauslagen oder lichtet Tischkanten, Heizkörper und andere Details einer Zimmereinrichtung ab, um sie malerisch zu verfremden.
Harald Ruppert Südkurier

Mells Bilder sind Berichte von gesehenen und nie gesehenen Szenarien im Flug ueber neue Welten entstanden. Sein distanziertes Auge verbirgt nur fuer kurze Zeit die Intensitaet der Anteilnahme. Figuren als Redefiguren, Dinge als Symbole, Orte als zukuenftige Welten. Kunst, die auf das Universale zielt, den Menschen ganz ausdruecken koennen will. Kann es bessere Malgruende geben?
Ulrich Krempel

 

 

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