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Michael Kunze

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Malerei als ein altes Medium unter neuen Medien, und als ein moeglicherweise sinnvolles Korrektiv neuer Medien, ist an und für sich erst mal nichts Negatives und auch nichts Positives, - Koenigsdisziplin hin oder her. Die generelle Negativ-Bewertung von Malerei dagegen stammt wiederum, und immer noch aus jenem ueberholten Konsens der letzten vierzig Jahre, in der eine Ideologisierung aller kulturellen Bereiche u.a. ja auch schon jenen Deppentypus des " Aestheten" erfand (der in der Kunst natuerlich vornehmlich Malerei gut finden sollte).
Man kann nicht oft genug sagen, dass alle Wertmassstaebe und dogmatischen Verkleisterungen, die aus dieser Phase einer "amtlich" gewordenen Moderne stammen, abzulehnen sind. Man muss das alles in Frage stellen, so grundsaetzlich wie es nur geht.

Dennoch gilt fuer alle Medien, wie auch fuer Malerei heute: Malerei, die nur lecker sein will und nur sich selbst genuegen will, ist ueberfluessig. Entscheidend ist dagegen der Einschluss einer textuellen Ebene, die ueber die formalen Grenzen hinausfuehrt, altmodisch gesprochen ein "Inhalt", der sich auf Anderes bezieht als auf das Medium und das Selbst.
Michael Kunze

 

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