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Erik Bulatov

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In der Isolation der 1960er bis 1980er Jahre in Moskau entwickelte Bulatov eine Bildsprache, die zum ersten die avantgardistische Aesthetik des russischen Konstruktivismus des fruehen 20. Jahrhundert neu verhandelt und zum zweiten eine kritische Auseinandersetzung mit dem staatlich verordneten sozialistischen Realismus und der Propaganda Aesthetik der Sowjetunion darstellt.

Er arbeitet in der Regel mit zwei Bildebenen. Realistische Darstellungen von Menschen, Landschaften oder urbanen Szenerien werden in Beziehung gesetzt zu Worten, wobei sich Schrift und Bildsinn scheinbar ergaenzen und gleichzeitig widersprechen. Bulatovs Umgang mit Typographie speist sich ersichtlich aus seiner Beschaeftigung mit dem aesthetischen Vokabular des russischen Konstruktivismus. Er kehrt jedoch deren autonom-abstrakte Bildsprache um in ihr Gegenteil, in eine konkrete fast gegenstaendlich lesbare Typographie, die haeufig den Charakter konkreter Poesie annimmt.

Auszug aus Pressetext zur Ausstellung
Kestner Gesellschaft Hannover

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